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Frage:
15.06.2020
Hallo Herr Köpfer,
mit großer Neugierde und Interesse verfolge ich Ihre Kommentare, Antworten und Ratschlägen zu den unterschiedlichen Fragen der Sammler. Jetzt habe auch ich eine Frage, in der Hoffnung, dass Sie evtl. die passende Antwort kennen.
Vor kurzem habe ich in einem Auktionskatalog eine Beschreibung zu zwei Eckrandviererblocks vom BRD-Heuss-Lumogen-Satz gelesen, mit dem Hinweis, ein Viererblock sei ein Plattendruck der andere ein Walzendruck.
Mir sind die grundsätzlichen Druckverfahren bekannt, nur wie sind Plattendruck und Walzendruck hier einzuordnen, wie unterscheiden sich die beiden Arten und wie sind die beiden unterschiedlichen Druckarten für den Sammler erkennbar?
Können Sie weiterhelfen?
Besten Dank im Voraus, Grüße T. K.

Antwort:
Der Hinweis auf verschiedene Druckarten war unnötig, weil es keine dieser Marken in unterschiedlichen Druckvarianten gibt.

Es geht hier nur um die Unterscheidung "Papier ohne Fluoreszenz" oder "Papier mit Fluoreszenz" (Lumogen). Das ist nur mit einer Prüflampe möglich, wobei im Fall Heuss Papier ohne Fluo. dunkel bleibt, Papier mit Fluo. aber hell leuchtet.

So wie für den ernsthaften Sammler der Michel Spezial ein Muß ist, trifft dies auch auf die Prüflampe zu. Die unterschiedlichen Fluoreszenzen der "Bedeutenden Deutschen", "Industrie + Technik" und "Burgen + Schlösser" sind nur so unterscheidbar.
Frage:
31.05.2020
Was bedeuten die Kennzeichen (z.B. 1a, 2b, 2x)auf der Rückseite von alten deutschen Briefmarken.
Antwort:
Wenn es, was ich annehme, von Prüfern aufgestempelte Prüfergebnisse sind, wird so von ihm bestätigt, um welche Michel-Katalogvariante es sich handelt. Beispiel Berlin Michel-Nummer 59, Prüfzeichen tiefst oder höher gesetzt (je nach Qualität), bedeutet der Zusatz "x" Wasserzeichenabart "fallendes Wasserzeichen". Der Normalfall ist ein steigendes Wasserzeichen, das ohne ein zusätzliches Zeichen geprüft würde.

Um das allerdings nachvollziehen zu können, ist der Michel Spezial-Katalog nötig - aber nicht nur hierfür, er ist einfach ein generelles Muß.
Frage:
28.05.2020
Wie kann man einfach Formnummern umrechnen?
Antwort:
Eine einfache Umrechnung gibt es nicht, nicht mal eine komplizierte, sondern nur eine annähernde - die auch noch in ihrer Aussagekraft jeder anders beurteilen wird.

Ohne den Spezialkatalog "Die Formnummern von (z.B.) Berlin" von Günther Schwarz geht gar nichts. Mit ihm kann man zu einer relativen Wertigkeit kommen, denn postfrisch und gestempelt wird kaum unterschieden und die Multiplikatoren orientieren sich an den Michel-Katalogpreisen, die, das weiß jeder, nicht annähernd die Realität widergeben.

Hinzu kommt,dass einmal unterschiedliche Eckverzahnungen (steht im Katalog von Günther Schwarz) hohe Preisunterschiede möglich machen, andererseits von normalen Postämtern zentrisch gestempelte Eckränder mit FN weit seltener sind als postfrische und versandstellengestempelte Eckränder eh nicht sammelwürdige Massenware sind.

Bleibt also nur, will man solche Stücke kaufen, zu bieten und zu hoffen, dass man zum Zuge kommt. Funktioniert das, hat man einen momentanen Wert, klappt das nicht, bleibt nur, mehr zu bieten. Da aber ist wieder Voraussetzung, dass es ein Angebot gibt - und da sieht es momentan eher schlecht aus.
Frage:
30.04.2020
Frage:
Hallo Herr Köpfer,

erst einmal großes Lob für Ihre vielen informativen und sehr wertvollen Sammlertipps, die zudem einen kritischen Blick eröffnen. Bei vielem kann ich Ihnen aufgrund eigener Erfahrungen nur beipflichten.

Auch bei mir liegt der Sammelschwerpunkt auf Berlin, hier insbesondere auf den verschiedenen Ortsstempeln (inkl. beider Flughäfen). Der Fokus ist dabei auf die Anfangsjahre bis ca. 1961 (erste PLZ-Reform?) gerichtet, umfasst aber auch die Folgejahre bis 1990.

Nun meine Frage: Im Internet finden sich - angefangen bei Wikipedia über verschiedene Phila-Datenbanken/-foren - reichlich Informationen, welche Berliner Postämter es gab oder welche Stempel von wann bis wann verwendet wurden.
Was mir allerdings fehlt, wäre eine kompakte Übersicht dieser Postämter inkl. Stempelverwendungszeiträumen und optimalerweise auch mit Stempelbildern.

Gibt es hierzu Literatur oder Internetquellen, die Sie empfehlen könnten oder welche AG könnte man ggf. hierzu mal konaktieren?

Vielen Dank im Voraus!
Antwort:
Antwort:
Meine Sammeltätigkeit "beschränkt" sich auf gestempelte Berliner Briefmarken, die durch den normalen postalischen Arbeitsablauf entwertet wurden - und das möglichst zentrisch. Marken, die durch einen routinemäßigen Ablauf für Sammler aufbereitet wurden, zählen nicht dazu.

Lediglich an den Nahtstellen markanter Veränderungen beachte ich auch sammlerisch unterschiedliche Abstempelungen. So zu Beginn des Sammelgebiets also 1948, zur Einführung der Postleitzahlen 1962 (PLZ 1) und der Einführung der vierstelligen Postleitzahlen (PLZ 1000) 1974. Hierfür gab es keine festen Termine, da sich die Versorgung aller Postämter mit den jeweils neuesten Stempeln offensichtlich über mehrere Jahre hinzog. Das zu dokumentieren fand ich persönlich interessant.

Ich denke, dass bei Ihrem Vorhaben sehr viel eigene Forschung notwendig sein wird. Dabei helfen könnte Ihnen beispielsweise die Auflistung der "Berliner Postämter ab 1962 bis 1990", wo z.B. auch deren (34) Vorgänger aufgelistet sind - oder die sonst im Internet auffindbaren.

Ansonsten könnte auch die AG Berlin angesprochen werden.

Thomas schreibt zum gleichen Thema:

Hallo Herr Köpfer, bzgl. der jüngsten Frage vom 30.4. bzgl. der Berliner Postämter gibt es ein Buch "Berliner Postämter von 1850 bis 1993" von Klaus-Dieter Stamm für wenige Euro. Allein damit lassen sich einige Falschstempel aussortieren.

Dazu gibts von der FG Berlin umfangreiche Stempelhandbücher, in der die Verwendungsdaten ganz bestimmter Stempel verzeichnet werden, die aber deutlich teurer sind.
Herzliche Grüße Thomas

Frage:
14.04.2020
Frage:
Hallo Herr Köpfer,

ich habe vor, in einem Album, die sogenannten "Sperrwerte" Briefmarken der DDR zu sammeln.
Bis jetzt aber habe ich im Internet, wie auch in den Katalogen, noch keine konkreten Angaben zur Anzahl der herausgegebenen Sperrwerte-Marken und um welche es sich alles handelt, gefunden. Können sie mir da helfen?
Antwort:
Die Sperrwerte der DDR waren eine Abzocke der Sammler, die meiner Meinung nach, zumindest postfrisch, nicht sammelnswert sind. Sie können sie heute nur noch daran erkennen, dass sie in den Serien die niedrigsten Auflagen und einen leicht erhöhten (und viel zu hohen) Katalogpreis haben.

Diese Werte flossen postfrisch und gefälligkeitsgestempelt komplett zu den Sammlern, sind im Überfluss (wie Bund und Berlin und über 200 weitere Länder) vorhanden und haben keinerlei Aussicht, je einen auch nur geringsten Wertzuwachs zu erzielen. Jeder Preis den Sie dafür bezahlen würden wäre zu hoch.

Eine Idee wäre, die DDR bedarfs- und möglichst zentrisch gestempelt, also von normalen Postämtern gestempelt, zu sammeln. Auch Briefe und Ganzsachen sind zukunftsträchtig.
Frage:
14.04.2020
Hallo Herr Köpfer,

ich hatte einen Stempelabschlag "1 Berlin FA1" auf einer beschädigten Marke, nun habe ich einen unbeschädigten Viererblock mit dem selben kaufen können:

https://www.ebay.de/itm/Berlin-Mi-208-4er-gestempelt/324131496681?ssPageName=STRK%3AMEBIDX%3AIT&_trksid=p2057872.m2749.l2648

Wofür aber FA1 steht habe ich trotzdem noch nicht rausfinden können. Kennen Sie "1 Berlin FA1" ?
Antwort:
Antwort:
FA1 war, wenn ich richtig informiert bin, eine Einrichtung der Alliierten und Antwort auf ein gleiches FA (Fern-Amt) in Ostberlin, das aber wegen fehlender Effektivität bald wieder aufgelöst und als normales Postamt noch eine Zeit weitergeführt wurde.

Ich möchte aber noch auf einen weiteren Umstand aufmerksam machen: Es handelt sich bei dem gekauften Viererblock um einen Wert aus der Serie Berühmte Deutsche, die, zusammen mit der Berliner Heuss-Serie (und natürlich noch einigen anderen), zu den fälschungsgefährdetsten Ausgaben überhaupt zählt. Lassen sie ihn auf jeden Fall prüfen: ist der Stempel echt, haben Sie ein Schnäppchen gemacht, ist er falsch, dann wars ein Flop. So wie ihr Verkäufer die Marken anbietet, ohne Garantie, ohne Rücknahme und ohne weitere Beschreibung ist der fast garantiert.

Ich kaufe solche Marken prinzipiell nur mit Echtheitsgarantie, die ich prüfen lasse und Rückgaberecht - und habe schon sehr oft die Richtigkeit meines Handelns bestätigt bekommen.

Frage:
05.04.2020
Frage:
Hallo und Gruß aus Berlin

Ist so eine Stempelsammlung in Punkto Datum und Plazierung vertrauenswürdig?

https://www.ebay.de/itm/BERLIN-ex-MNR-42-56-Bauten-zentr-gest-BERLIN-mit-Originalgummierung-Volls/202956003768?hash=item2f411ed9b8:g:4uMAAOSwl4xeZUMC
Antwort:
AAntwort:
Hier würde ich, schon des niedrigen Katalogpreises wegen, an der Echtheit der Stempel nicht zweifeln. Andererseits würde ich diesen Teil-Satz (die hohen Werte fehlen) mit so seltsam seitwärts abgeschlagenen Stempeln nicht kaufen wollen - zumal aus dem Hinweis auf "Originalgummi" zu erkennen ist, dass die Marken gefälligkeitsgestempelt sind.
Frage:
27.03.2020
Frage:
Wie kann ich im Briefmarkenalbum festgeklebte Marken lösen, ohne Beschädigung

Antwort:
Antwort:
Wenn es sich um gestempelte Marken handelt, dann ab ins Wasserbad - das Album ist nicht zu retten. Dreht es sich um postfrische Marken, gibt es für die Marken und das Album keine Rettung.
Frage:
23.03.2020
Frage:
Ich habe eine Marke, die hat ein Zeichen von Edgar Mohrmann mit Attest. Das Zeichen ist EMCO43. EMCO ist Kürzel von Prüfer, aber was meint 43?

Gruße,
Christian
Antwort:
Keine Ahnung - aber logischerweise müßte die "43" einfach Teil des Prüfzeichens sein.
Frage:
15.03.2020
Frage:
Hallo Herr Köpfer,
was dedeutet " Im Block geprüft" ?
Antwort:
Antwort:
"Im Block geprüft" bedeutet, dass dem Prüfer eine größere Einheit einer solchen Marke als 4er-, 6er- oder größerem Block zur Prüfung vorgelegt wurde. Wenn die Prüfung die Echtheit feststellt, werden die einzelnen Marken unter Hinweis auf "den Block" und die qualitativen Merkmale (tief oder höher gepfüft) gekennzeichnet.

Der Auftraggeber kann diesen Block nun auftrennen und die Marken einzeln als " im Block" geprüft weiter veräußern. So erscheinen dann BPP-geprüfte Marken im Markt, die, dem Prüfer einzeln vorgelegt, als nicht prüfbar eingestuft worden wären - also nichts für Stempelästheten!